
Weitere aus der Serie
CUPID →BLIND
"Eine tiefgreifende Studie sensorischer Deprivation und inneren Fokus, 'Blind' fängt die rohe Emotion eines modernen geflügelten Protagonisten ein."
Die Erzählung
'Blind' fungiert als ein bedeutsamer, intimerer Begleiter des Werkes 'Searching' innerhalb der Cupido-Serie. Hier konzentriert sich Arjan Spannenburg auf das Thema 'Liebe ist blind', interpretiert es jedoch als einen Moment tiefgreifender sensorischer Isolation. Der Künstler entzieht den Blick, das primäre Werkzeug des Fotografen und des Betrachters, und erzwingt so eine Verlagerung von der äußeren Beobachtung zum inneren Empfinden.
Die Bedeutung von ‚Blind‘ in Spannenburgs Sammlung liegt in seiner kühnen Komposition, die Empathie hervorruft. Indem der Künstler die Augen des Dargestellten mit seinen eigenen Händen bedeckt, hebt er eine selbst auferlegte Barriere hervor, vielleicht einen Schutz vor der Welt oder eine intensive Konzentration auf den Herzschlag. Der Kontrast zwischen den weichen, weißen Federn und der warmen, durchscheinenden Haut schafft eine taktile Qualität, die synonym mit Spannenburgs Stil ist. Dieses Werk spricht die ‚Bürde des Herzens‘ an, ein wiederkehrendes Thema in seiner niederländischen Fine Art Praxis. Für Sammler repräsentiert ‚Blind‘ den Höhepunkt des emotionalen Minimalismus; es ist ein Werk, das keine Augen benötigt, um die Tiefe menschlicher Erfahrung zu sehen. Es fordert den Betrachter heraus, über das Sichtbare hinauszublicken und sich mit dem rohen, ungeschützten Geist des Subjekts zu verbinden.
Visuelle Analyse
Eine Farbfotografie im Querformat, zentriert auf den Oberkörper und Kopf eines jungen Mannes. Er ist oberkörperfrei, hinter seinen Schultern sind weiße Federn sichtbar, die Flügel andeuten. Beide Hände bedecken fest seine Augen. Der Hintergrund besteht aus dunklen, unscharfen grünen Blättern, was einen starken Kontrasteffekt zur Haut des Dargestellten erzeugt.
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Jahr
2025



